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Non-Food darf öffnen, aber wie?

Non-Food darf öffnen
Foto: AdobeStock, Kris Tan

Die erste Ankündigung einer Lockerung der Corona-Maßnahmen lässt hoffen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen wieder öffnen dürfen, so die Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts um Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 15. April. Damit kann der Handel bald in weiten Teilen wieder öffnen. Es bestehen jedoch auch gehörige Zweifel an der Fairness der Regelungen.

Was die Öffnungen in der Handelslandschaft im Einzelnen und vor allem in der Praxis bedeuten, ist noch nicht in Gänze klar. Die Bundesregierung hat im „Corona-Kabinett“ eine Vorlage beschlossen. Diese muss erst in eine Verordnung gegossen werden und anschließend von den 16 Bundesländern umgesetzt werden. Und diese 16 Bundesländer entscheiden letztendlich, unter welchen Auflagen hinsichtlich Hygiene, Zutrittskontrolle sowie Vermeidung von Warteschlangen und ähnliches die Geschäfte wieder Kunden empfangen dürfen. Unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche sollen hingegen Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen dürfen. Ein Hoffnungsschimmer gerade für Fachhandel und Handel aus dem Non-Food-Bereich.

Mit Blick auf die Beschlüsse der Bundesregierung und der Bundesländer, die Ladenschließungen im Einzelhandel in mehreren Schritten je nach Größe der Verkaufsfläche aufzuheben, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) jedoch eine faire und sachgerechte Lösung für alle Händler.

Warum nur bis zu 800 Quadratmeter?

„Die Regelungen zur Wiedereröffnung der Nicht-Lebensmittelhändler müssen diskriminierungsfrei sein. Lockerungen der Ladenschließung dürfen sich nicht an Betriebsgrößen oder Verkaufsflächen festmachen. Die jetzt beschlossenen Vorgaben führen zu Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheiten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Es gebe aus Sicht des Handels kein Sachargument für eine stufenweise Öffnung der Läden, Abstands- und Hygieneregeln könnten sowohl in kleinen als auch in großen Geschäften eingehalten werden. Die Unternehmen seien in der Lage entsprechende Vorgaben umzusetzen. Der HDE appelliert deshalb an die Politik, die Beschlüsse zu überdenken und entsprechend anzupassen. Insgesamt leide ansonsten auch der Einkaufsort Innenstadt. Denn die Kunden seien in der Folge verunsichert, welche Geschäfte geöffnet und welche Läden geschlossen seien. „Wir brauchen eine für alle Händler faire Regelung, die für Unternehmen und Kunden auf den ersten Blick transparent ist“, so Genth weiter.

Mit der möglicherweise baldigen Wiedereröffnung der Geschäfte sieht der Handelsverband die Krise für den Handel aber noch lange nicht als überstanden an: „In den letzten vier Wochen ist im Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel ein Schaden von rund 30 Milliarden Euro entstanden. Viele Handelsunternehmen stehen kurz vor der Pleite. Die staatlichen Hilfen sind weiterhin bitter nötig“, so Genth. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen seien auf finanzielle Soforthilfen und Kreditprogramme angewiesen. Hier habe die Politik sehr schnell die Initiative ergriffen, im weiteren Krisenverlauf müsse aber sicherlich noch nachjustiert werden. Vor allem auch Branchen wie der Modehandel, der ein stark an der Saison orientiertes Sortiment vorhält, seien in großer Bedrängnis. Die oftmals schon vor Wochen bestellte und angelieferte Frühjahrskollektion sei in Kürze nicht mehr verkäuflich, die Umsätze könnten nicht aufgeholt werden. Genth: „Die Coronakrise führt für den Einzelhandel insgesamt zu sehr schwierigen Rahmenbedingungen. Die Verbraucherstimmung ist auf einem Rekordtief. Wir brauchen dringend ein begleitendes Konjunkturprogramm.“

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